Direkt zum Inhalt

Aktuelle Ausgabe

Druckversion
diesseits Nr. 128
Erwin Kress

Liebe Humanist*innen,

seit Anfang des Jahres 2020 ist die Welt eine andere: Die Corona-Pandemie betrifft alle Menschen weltweit. Das Virus kam schlagartig und mit drastischen Folgen. Doch die Menschheit hat es analysiert und Strategien entwickelt, um damit umzugehen. Mit vielerorts erkennbarem Erfolg. Warum gelingt uns dies nicht bei anderen drängenden Problemen?

Nora Lasek ist 18 Jahre alt. Vor zehn Jahren nahm sie zum ersten Mal an einer JuHu-Fahrt teil, seitdem ist sie jedes Jahr dabei – inzwischen auch als Teamerin. Seit drei Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich bei den Jungen Humanist*innen Berlin und im September 2020 wurde sie in deren Vorstand gewählt. In ihrer Freizeit macht sie Kunst und ist viel in Berlin unterwegs. Nicht zuletzt versucht Nora, ihr eigenes Leben möglichst umwelt- und klimafreundlich zu gestalten. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, warum sie den öffentlichen Klimastreik so wichtig findet, was sie von der Politik fordert – und was Klimaschutz mit Humanismus zu tun hat.
Fleisch, insbesondere jenes aus Massentierhaltung, ist verantwortlich für Umweltprobleme, Ressourcenverschwendung, Rodungen großer Teile des lebenswichtigen Regenwalds und verursacht hohe CO2- und Methan-Emissionen. Mit dem massenhaften Fleischkonsum sind außerdem gesundheitliche Probleme verknüpft – man denke an den Antibiotikaeinsatz in der Tierproduktion und die damit verbundene Gefahr der Ausbildung resistenter Keime. Nicht zuletzt wollen die meisten von uns Tiere nicht leiden sehen. Das sind längst nicht alle Gründe gegen den Fleischverzehr. Warum also – verdammt nochmal! – essen trotzdem so viele Menschen weiterhin so gern und so viel Fleisch? Armin Pfahl-Traughber hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt. Wir haben mit ihm gesprochen.
Naturschutz ist das Gebot der Stunde. Dem Schlagwort der „Bewahrung der Schöpfung“ sollte aber ein eigenes, humanistisches Naturverständnis gegenübergestellt werden. Debattenbeitrag von Henrike Lerch.