Hypatia Bradlaugh Bonner (31. März 1858 – 25. August 1935)

„… therefore we are freethought advocates and radical reformers.“

| von
Foto: Konstantin Börner
Buchcover „Penalties upon Opinion“ (1912)
Vor 90 Jahren, am 25. August 1935, starb Hypatia Bradlaugh Bonner – die bedeutendste freidenkende Feministin des viktorianischen Englands. Sie verband den Einsatz für Frauenrechte mit dem Kampf für Frieden, Säkularismus und soziale Gerechtigkeit.

Fre­de­rick James Gould prä­sen­tier­te in sei­nem Buch „The Pio­neers of Johnson’s Court“ von 1929 eine Chro­nik der bri­ti­schen Ratio­na­list Press Asso­cia­ti­on (RPA) von 1899 bis 1929. Der Text wur­de ergänzt durch eine Foto­ga­le­rie mit 39 Por­träts von Frei­den­ker­per­sön­lich­kei­ten die­ses Zeit­raums. Nur einer Frau wur­de die Ehre zuteil, in die­sem ‚Grup­pen­bild mit Dame‘ einen Platz ein­zu­neh­men: Hypa­tia Brad­laugh Bon­ner. Zwar war sie nicht die ein­zi­ge bri­ti­sche Frei­den­ke­rin ihrer Zeit, aber bei wei­tem die bekann­tes­te und bedeu­tends­te – nicht zuletzt, nach­dem Annie Besant sich end­gül­tig von ihrem Men­tor und Mit­strei­ter Charles Brad­laugh abge­wandt und 1889 zur Theo­so­phie ‚kon­ver­tiert‘ war. Den Rang sei­ner Toch­ter Hypa­tia unter­streicht auch Lau­ra Schwartz in ihrem grund­le­gen­den Buch über die eng­li­schen Frei­denk­erfe­mi­nis­tin­nen des Vik­to­ria­ni­schen Zeit­al­ters, wenn sie schreibt, dass Hypa­tia Brad­laugh Bon­ner „by the 1890s the only real­ly pro­mi­nent Freethin­king femi­nist still based in the Secu­la­rist move­ment“ war.

Die Bestim­mung, in den frei­geis­ti­gen Bewe­gun­gen ihrer Zeit eine wich­ti­ge Rol­le zu spie­len, war der am 31. März 1858 im Lon­do­ner Bezirk Hack­ney gebo­re­nen Hypa­tia gewis­ser­ma­ßen in die Wie­ge gelegt. Ihr Vater Charles Brad­laugh (18331891) darf neben Geor­ge Jacob Holy­oa­ke (18171906) als wich­tigs­ter eng­li­scher Frei­den­ker und Säku­la­rist sei­ner Zeit gel­ten. Brad­laugh gab sei­ner zweit­ge­bo­re­nen Toch­ter den sym­bol­träch­ti­gen Namen jener heid­ni­schen Phi­lo­so­phin und Natur­wis­sen­schaft­le­rin, die um 415 u.Z. in Alex­an­dria von einem auf­ge­putsch­ten christ­li­chen Mob erschla­gen und zer­stü­ckelt wor­den war. Brad­laugh mag sich bei der Namens­ge­bung auch an sei­nem gro­ßen Vor­bild, dem Frei­den­ker Richard Car­li­le (17901843), ori­en­tiert haben, der eine sei­ner Töch­ter Hypa­tia genannt hat­te (in die der jun­ge Brad­laugh ver­liebt war, als er im Haus von Car­li­les ‚mora­li­scher‘ Wit­we, der berühm­ten Eli­za Shar­ples, ver­kehr­te).

Mit ihrer älte­ren Schwes­ter Ali­ce und dem jün­ge­ren Bru­der Charles unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen auf­ge­wach­sen, zog Hypa­tia Brad­laugh nach dem Tod ihrer vom Vater getrennt leben­den Mut­ter Susan­nah im Jah­re 1877 zu ihrem Vater. Die Brad­laugh-Schwes­tern (der Bru­der war bereits 1870 im Alter von zehn gestor­ben) bil­de­ten in der Fol­ge die wich­tigs­te fami­liä­re Unter­stüt­zung ihres Vaters, der seit 1858 als Prä­si­dent der Lon­don Secu­lar Socie­ty und seit 1866 als Prä­si­dent der Natio­nal Secu­lar Socie­ty eine Füh­rungs­stel­lung unter den eng­li­schen Frei­den­kern ein­ge­nom­men hat­te. Die jun­gen Frau­en über­nah­men die Rol­len von Mit­ar­bei­te­rin­nen, blie­ben dabei aber nicht im Hin­ter­grund, son­dern tra­ten – ganz im Sin­ne von Brad­laughs Auf­fas­sun­gen über die Gleich­be­rech­ti­gung der Geschlech­ter – auch selbst als Red­ne­rin­nen her­vor. Hypa­ti­as ers­ter öffent­li­cher Auf­tritt in der Phoe­nix Tem­pe­rance Hall, Com­mer­cial Road, stand im Zusam­men­hang mit dem „Knowl­ton Case“, der ihren Vater und sei­ne Mit­strei­te­rin Annie Besant (18471933) vor Gericht gebracht hat­te. Nach Grün­dung einer Freet­hought Publi­shing Com­pa­ny im Früh­jahr 1877 hat­ten Brad­laugh und Besant ein schon län­ger umlau­fen­des Buch des ame­ri­ka­ni­schen Arz­tes Charles Knowl­ton (18001850) mit dem eigen­tüm­li­chen Titel „The Fruits of Phi­lo­so­phy“ (1832) nach­ge­druckt. In die­sem Werk ver­wen­de­te sich der Autor für die Gebur­ten­kon­trol­le. Wegen angeb­li­cher Obs­zö­ni­tät und auf Druck der Kir­chen war bereits Knowl­ton in den 1830er Jah­ren in den USA zu Geld- und Zwangs­ar­beits­stra­fen ver­ur­teilt wor­den. Brad­laugh und Besant sahen sich nun – mehr als vier­zig Jah­re spä­ter – gleich­falls einer gericht­li­chen Ver­fol­gung aus­ge­setzt und schließ­lich zu sechs Mona­ten Haft ver­ur­teilt. Erst nach einer Beru­fung und auf­grund eines Form­feh­lers konn­te der Voll­zug der Stra­fe abge­wen­det wer­den.

Die Töch­ter Brad­laughs stan­den ihrem Vater und Annie Besant (für die sie gleich­wohl nur wenig per­sön­li­che Sym­pa­thie auf­zu­brin­gen ver­moch­ten) in die­sem wie in wei­te­ren Kämp­fen fest zur Sei­te. Hypa­tia besuch­te 1880 als Dele­gier­te der Natio­nal Secu­lar Socie­ty in Ver­tre­tung ihres Vaters eine inter­na­tio­na­le Frei­den­ker­kon­fe­renz in Brüs­sel, die zur Grün­dung des Inter­na­tio­na­len Frei­den­ker­bun­des führ­te.

Wenn­gleich stark von die­sen Akti­vi­tä­ten in Anspruch genom­men und durch einen schwe­ren Reit­un­fall (der in sei­nen Spät­fol­gen ihr gan­zes wei­te­res Leben über­schat­ten soll­te) zusätz­lich belas­tet, setz­te sie inzwi­schen ihre Aus­bil­dung fort. Für eine kur­ze Pha­se ließ das City of Lon­don Col­lege auch Frau­en zum Unter­richt zu, wovon Hypa­tia und ihre Schwes­ter Ali­ce pro­fi­tier­ten. An der Hall of Sci­ence in South Ken­sing­ton konn­te sie ihre Stu­di­en in Che­mie fort­set­zen. Von 1881 bis 1888 gab sie dort selbst Abend­schul­kur­se. Einer ihrer Schü­ler war Arthur Bon­ner, den sie 1885 hei­ra­te­te. Es war für bei­de Ehe­leu­te selbst­ver­ständ­lich, dass Hypa­tia den Namen Brad­laugh behielt und den Namen Bon­ner hin­zu­füg­te. Ein bald gebo­re­ner Sohn, Ken­neth, starb bereits nach sechs Mona­ten. 1888 ver­lor sie zudem ihre Schwes­ter Ali­ce, was zu einem Ende der Unter­richts­tä­tig­keit in der Hall of Sci­ence führ­te.

Hypa­tia und ihr Mann zogen dar­auf­hin zu Charles Brad­laugh, wo sie erneut als Sekre­tä­rin für ihren Vater tätig wur­de. Nach des­sen Tod am 30. Janu­ar 1891 blieb ihr als ein­zig ver­blie­be­nem Kind die Auf­ga­be, die Bio­gra­phie ihres Vaters zu schrei­ben. Zusam­men mit John McK­in­non Robert­son (18561933), dem poli­ti­schen Erben Brad­laughs und spä­te­ren Geschichts­schrei­ber des Frei­den­ker­tums („Histo­ry of Freet­hought“), brach­te sie 1894 „Charles Brad­laugh. A Record of His Life and Work“ in zwei umfang­rei­chen Bän­den her­aus. Mehr Erin­ne­rungs­werk als Bio­gra­phie, mehr Apo­lo­gie als sach­li­che Dar­stel­lung – das waren – neben begeis­ter­ten Bespre­chun­gen – die Haupt­kri­tik­punk­te, die gegen das Werk gel­tend gemacht wur­den. Nicht zuletzt fühl­ten sich aber auch Zeit­ge­nos­sen wie Georg Jacob Holy­oa­ke – zeit­le­bens Mit­strei­ter und Ant­ago­nist Brad­laughs glei­cher­ma­ßen – unrich­tig por­trä­tiert und reagier­ten mit Gegen­dar­stel­lun­gen. Hypa­tia Brad­laugh Bon­ner setz­te in der Fol­ge alles dar­an, gegen sol­che Schrif­ten vor­zu­ge­hen. In einem beson­ders har­schen Fall von ehr­ab­schnei­den­der Kri­tik, dem noch zu Leb­zei­ten ihres Vaters unter fal­schem Namen erschie­ne­nen „Life of Charles Brad­laugh, M.P.“ von Charles R. Mack­ay, gelang es ihr sogar, dass fast alle Exem­pla­re aus den Biblio­the­ken ent­fernt und noch im Umlauf befind­li­che Exem­pla­re ver­nich­tet wur­den. Trotz des apo­lo­ge­ti­schen Zugs bleibt ihre eige­ne Bio­gra­phie von Charles Brad­laugh die wich­tigs­te Grund­la­ge für alle wei­te­ren For­schun­gen.

Ihre Ener­gie zeig­te sich auf ande­ren Fel­dern: Der katho­li­sche Pries­ter John Fur­niss (18091865) hat­te eine Rei­he von „Books for Child­ren and Young Per­sons“ her­aus­ge­bracht, die in der reli­giö­sen Erzie­hung auch über sei­nen Tod hin­aus Ver­wen­dung fan­den. In einem Band wur­den den Her­an­wach­sen­den die Höl­len­stra­fen für fal­sches Ver­hal­ten und man­geln­de Got­tes­furcht mit gro­ßer Detail­ver­liebt­heit geschil­dert. Nach Fur­niss sei­en auch Kin­der und Jugend­li­che dazu ver­dammt, schwers­te Mar­tern, größ­ten kör­per­li­chen Schmerz und ewi­ges Lei­den zu ertra­gen – „if child­ren, kno­wing­ly and wil­lingly, break God’s com­mandments, they also must be punis­hed like others.“ In ihrem aus Vor­trä­gen her­vor­ge­gan­ge­nen Buch „The Chris­ti­an Hell from the First to the Twen­tieth Cen­tu­ry“ (1913) stell­te sie mate­ri­al­reich die Gene­se sol­cher Vor­stel­lun­gen im Chris­ten­tum dar. Der Buch­rei­he des Father Fur­niss war dabei ein eige­nes Kapi­tel gewid­met. Ein Ergeb­nis ihrer Ankla­ge war, dass die Schrif­ten die­ses Pries­ters weit­ge­hend aus dem Ver­kehr gezo­gen wur­den.

Die Span­ne ihres Enga­ge­ments auf ver­schie­dens­ten Fel­dern war weit. Sie setz­te sich u.a. für das Frau­en­wahl­recht ein (wie­wohl in Abgren­zung zum mili­tan­ten Teil der Suf­fra­get­ten­be­we­gung), gegen den Krieg (Grün­dung der Ratio­na­list Peace Socie­ty, 1910), gegen die Todes­stra­fe, für Jus­tiz­re­for­men, für Haft­ver­bes­se­run­gen im Jus­tiz­voll­zug, gegen die Ver­fol­gung von ‚Blas­phe­mie‘, für welt­li­chen Schul­un­ter­richt und für Gebur­ten­kon­trol­le. Einen guten Ein­druck von ihren libe­ral-frei­geis­ti­gen Über­zeu­gun­gen ver­mit­telt das Edi­to­ri­al zu der von ihr ab 1897 her­aus­ge­ge­be­nen Monats­zeit­schrift „Refor­mer“ (ein Nach­fol­ge­pro­jekt zum „Natio­nal Refor­mer“ [18601893] ihres Vaters). Es lohnt, dar­aus etwas aus­führ­li­cher zu zitie­ren: „Wir glau­ben, dass Ket­ze­rei zum Fort­schritt führt; des­halb sind wir Ver­fech­ter des Frei­den­ker­tums und radi­ka­le Refor­mer. Wir glau­ben an die Regie­rung des Vol­kes durch das Volk für das Volk; des­halb wird unse­re Stim­me nie­mals zur Unter­stüt­zung sol­cher im Wesent­li­chen aris­to­kra­ti­scher Insti­tu­tio­nen wie der Kro­ne und des House of Lords gehört wer­den. Wir glau­ben, dass ech­ter Fort­schritt durch Eigen­stän­dig­keit, indi­vi­du­el­le Anstren­gung und Zusam­men­ar­beit erzielt wird, nicht durch ein Sys­tem, das gesetz­lich fest­ge­leg­te Arbeits­zei­ten und einen gesetz­lich fest­ge­leg­ten Lohn ver­langt. Unge­ach­tet des­sen wer­den wir ger­ne jede gemein­sa­me Basis begrü­ßen, auf der wir Hand in Hand mit den Sozia­lis­ten gehen kön­nen, unge­ach­tet sons­ti­ger Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten. Wir glau­ben, dass die Bil­dung in allen staat­lich geför­der­ten Schu­len streng säku­lar sein soll­te. Wir glau­ben, dass ein unge­brems­tes Bevöl­ke­rungs­wachs­tum zu schreck­li­chem Leid führt; des­halb sind wir Anhän­ger des­sen, was all­ge­mein als Mal­thu­sia­nis­mus bekannt ist. Wir glau­ben, dass Recht statt Macht die wah­re Losung sowohl für Natio­nen als auch für Ein­zel­per­so­nen ist; des­halb wer­den wir uns ener­gisch gegen alle Krie­ge, gro­ße und klei­ne, und Kriegs­aus­ga­ben zur Wehr set­zen – der ein­zig mög­li­cher­wei­se gerecht­fer­tig­te Krieg ist ein Ver­tei­di­gungs­krieg. Dies sind eini­ge Punk­te im Cre­do des ‚Refor­mer‘. Es wird das Ziel des ‚Refor­mer‘ sein, nicht nur ein Lebens­in­ter­es­se zu ver­tre­ten, son­dern so vie­le wie mög­lich. […] Auf die­sen Sei­ten sol­len die Unter­drück­ten aller Natio­nen einen Für­spre­cher fin­den, ob es sich nun um Mata­be­le-Jäger [aus dem heu­ti­gen Sim­bab­we] han­delt, die zur Zwangs­ar­beit gezwun­gen wer­den, um für eine Han­dels­kom­pa­nie Reich­tum anzu­häu­fen, oder um wali­si­sche Stein­bruch­ar­bei­ter auf dem frag­wür­di­gen Anwe­sen von Lord Pen­rhyn [Geor­ge Dou­glas-Penn­ant, 2nd Baron Pen­rhyn, Inha­ber des Pen­rhyn Quar­ry in Nord-Wales]; ob es sich um Ket­zer in Eng­land han­delt, oder um Chris­ten, die von Mus­li­men in der Tür­kei mas­sa­kriert wur­den, oder um Mus­li­me, die von Chris­ten auf Kre­ta mas­sa­kriert wur­den; ob sie weiß oder schwarz, Frau­en oder Män­ner sind. […] obwohl wir vie­le Wege beschrei­ten, füh­ren sie alle zu einem ein­zi­gen Punkt – einem Punkt, der auf kei­nem Weg allein erreicht wer­den kann: dem Fort­schritt der Gemein­schaft, dem Fort­schritt der Mensch­heit.“

Am 25. August 1935 starb sie 77-jäh­rig in Too­ting Bec (Lon­don). Ihr Mann Arthur Bon­ner folg­te ihr vier Jah­re spä­ter nach – nicht ohne die Grund­la­gen für ein Erin­ne­rungs­buch gelegt zu haben, das dann von bei­der Sohn, Charles Brad­laugh Bon­ner, voll­endet wur­de. Es ist bis heu­te die ein­zi­ge Bio­gra­phie von Hypa­tia Brad­laugh Bon­ner geblie­ben.

Lite­ra­tur:
Arthur Bon­ner / Charles Brad­laugh Bon­ner, Hypa­tia Brad­laugh Bon­ner. The Sto­ry of her Life, Lon­don 1942.
Lau­ra Schwartz, Infi­del Femi­nism. Secu­la­rism, Reli­gi­on and Women’s Eman­ci­pa­ti­on, Eng­land 1830–1914, Man­ches­ter 2013.

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