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"Illustrirte Zeitung", Nr. 3092; Leipzig, Berlin, 2. Oktober 1902
Lily Braun (2. Juli 1865 – 9. August 1916)
Sozia­lis­tin adli­ger Her­kunft, Frei­den­ke­rin und Frau­en­recht­le­rin
Am 9. August 2026 ist der 110. Todes­tag von Lily Braun, der von Geburt an ade­li­gen Frau­en­recht­le­rin und frü­hen Kri­ti­ke­rin der christ­li­chen Kir­che. Bereits vor ihrer Kon­fir­ma­ti­on äußer­te sie offe­ne Kri­tik an den nai­ven Bibel­aus­le­gun­gen und emp­fand die pro­tes­tan­ti­schen Got­tes­diens­te als lang­wei­lig und unver­ständ­lich. Sie glaub­te nicht an die­sen Gott.
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„Im Gefäng­nis” von Patri­cia Tho­ma
Bil­der­ge­schich­ten über das Leben hin­ter Git­tern
Wie lebt es sich hin­ter Git­tern? Patri­cia Tho­ma eröff­net mit ihrem Buch „Im Gefäng­nis” ein­drucks­vol­le Ein­bli­cke in den All­tag von Inhaf­tier­ten und ihren Fami­li­en. Tho­mas Schnei­der zeigt in sei­ner Rezen­si­on, war­um das unge­wöhn­li­che Werk nicht nur Vor­ur­tei­le hin­ter­fragt, son­dern auch wert­vol­le Impul­se für den Huma­nis­ti­schen Lebens­kun­de­un­ter­richt und Gesprä­che über Frei­heit, Stra­fe und Reso­zia­li­sie­rung bie­tet.
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Krauss und Hilb, Stuttgart – Literarische Spuren in Esslingen, S. 65,
Marie Kurz (6. August 1826 – 26. Juni 1911)
Die „Rote Marie“ und ihre „Hei­den­kin­der“
Vor 200 Jah­ren, am 6. August 1826, wur­de die revo­lu­tio­nä­re Dich­te­rin und Frei­den­ke­rin Marie Kurz als Eva Maria Frei­in von Brun­now in Ulm gebo­ren. Die „Rote Marie“ des König­reichs Würt­tem­berg trat für sozia­le Gerech­tig­keit ein und blieb ihren Über­zeu­gun­gen ein Leben lang treu.
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german Bundeswehr sign near a barrack. Bundeswehr means German armed forces
Buch­be­spre­chung: Bei­stand für alle
Pazi­fis­mus, Bun­des­wehr und die Zukunft huma­nis­ti­scher Mili­tär­seel­sor­ge (3. Teil)
Im drit­ten und letz­ten Teil sei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Sam­mel­band zur huma­nis­ti­schen Mili­tär­seel­sor­ge rich­tet der Autor den Blick auf die ent­schei­den­den Bewäh­rungs­pro­ben des Pro­jekts. Er dis­ku­tiert die Fra­ge nach der gesell­schaft­li­chen Rele­vanz huma­nis­ti­scher Über­zeu­gun­gen, die recht­li­che Stel­lung des Huma­nis­ti­schen Ver­ban­des Deutsch­lands sowie die Aus­wir­kun­gen der sicher­heits­po­li­ti­schen „Zei­ten­wen­de“. Im Mit­tel­punkt steht dabei ein grund­le­gen­der Kon­flikt: Wie lässt sich eine huma­nis­ti­sche Mili­tär­seel­sor­ge mit den pazi­fis­ti­schen Tra­di­tio­nen des orga­ni­sier­ten Huma­nis­mus ver­ein­ba­ren?
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Etienne Dolet
Éti­en­ne Dolet (3. August 1509 – 3. August 1546)
Mär­ty­rer des Frei­en Den­kens
Am 3. August 1546 wur­de der fran­zö­si­sche Renais­sance-Huma­nist und Buch­dru­cker Éti­en­ne Dolet auf dem Place Mau­bert in Paris als „Ket­zer“ ver­brannt. Zusam­men mit ihm wur­den auch sei­ne Bücher den Flam­men über­ge­ben. Es war sein 37. Geburts­tag.
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Male doctors shake hands with patients encouraging each other and praying for blessings. To offer love, concern, and encouragement while checking the patient's health. concept of medicine and health care
Buch­be­spre­chung: Bei­stand für alle
Huma­nis­ti­sche ver­sus „kon­fes­si­ons­freie“ Mili­tär­seel­sor­ge (2. Teil)
Im Mit­tel­punkt des 2. Teils steht die Fra­ge, ob eine huma­nis­ti­sche Mili­tär­seel­sor­ge tat­säch­lich als „kon­fes­si­ons­frei“ bezeich­net wer­den kann. Der Autor argu­men­tiert, dass der Huma­nis­ti­sche Ver­band Deutsch­lands als Welt­an­schau­ungs­ge­mein­schaft selbst kein kon­fes­si­ons­frei­er Akteur ist, son­dern neben den christ­li­chen, jüdi­schen und künf­tig mög­li­cher­wei­se mus­li­mi­schen Anbie­tern eine eige­ne huma­nis­ti­sche Per­spek­ti­ve ein­brin­gen wür­de.
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