Zur Debatte

fethi-benattallah-0hkWVHnPdss-unsplash
Gegensätze überwinden: Plädoyer für Vernetzung und ergebnisoffene Beratung
Mitwirkende Konflikt-Beratung bei strittiger Bewertung von Sterbe(hilfe)wünschen
Beratungsstellen zu persönlichen oder institutionellen Konflikten im Umfeld von Suizidhilfeanliegen können verschiedene Ziele verfolgen. Vor allem bei einer zukünftigen Gesetzgebung wäre auch eine Unterstützung für Ärzt:innen denkbar, die Assistenz zur Selbsttötung leisten. Bei der verfassungsrechtlichen Abwägung zwischen Lebensschutz und Recht auf selbstbestimmtes Sterben sollten alle Beteiligten die eigene Werteauffassung reflektieren und kommunizieren. Die hier zugrunde liegende Haltung der Autorin insbesondere zum verbreiteten Narrativ des „nicht zur Last werden dürfen“ ist getragen von der Hoffnung auf gegenseitige Toleranz, die ein Fundament für das Verständnis anderer Überzeugungen darstellt.
Beitrag lesen »
tunahan-kuzgun-u2bL7sIdA1E-unsplash
Gegensätze überwinden: Plädoyer für Vernetzung und ergebnisoffene Beratung
Suizidhilfe bei Autonomie und nationales Präventionsgesetz
Das Bundesverfassungsgerichtsurteil von 2020 zum Recht auf selbstbestimmtes Sterben betont den Autonomiegedanken. Diese liberal-emanzipatorische Auffassung trifft auf gegensätzliche Positionen, die den Lebensschutz als unbedingt vorrangig propagieren. Mit dieser Grundhaltung ist jetzt auch ein Gesetzentwurf zur Suizidprävention vorgelegt worden. Darin sind bisher keine Ansätze vorgesehen, die durch Informations- sowie Gesprächsangebote vor allem rat- und hilfesuchenden Senior:innen mit Suizidgedanken einen Raum für wohlüberlegte Wahlmöglichkeiten bieten.
Beitrag lesen »
christian-lue-ufT-gnygiq4-unsplash
Bericht vom Säkularen Forum Hamburg e.V.
Kann Künstliche Intelligenz den Staat retten? Eine Debatte zwischen Hoffnung und Dystopie
Wie verändern Internet, soziale Medien und Künstliche Intelligenz das Verhältnis von Staat und demokratischer Willensbildung? Diese Frage stand im Zentrum eines hybriden Gesprächsabends des Säkularen Forum am 8.9.2026 im betahaus in Hamburg, zu dem der Sozialethiker Prof. Dr. Hartmut Kreß als Hauptreferent eingeladen war. Sein Vortrag über die „heutige Staatsfunktionskrise“ und mögliche KI-Nutzungspfade entfachte eine lebhafte, streitbare Diskussion – von Platons Philosophenkönigen bis zur Frage, ob wir künftig auf Bargeld verzichten müssten.
Beitrag lesen »
gaetan-marceau-caron-BEKde68fePU-unsplash
Deutschland im Vergleich mit Nachbarländern
Von der niederländischen und schweizerischen Suizidhilferegelung lernen?
In Deutschland bleibt jeder Helfende zu einer Selbsttötung straffrei, sofern bei der suizidwilligen Person (egal ob krank, alt, gesund oder jung) deren Freiverantwortlichkeit vorliegt. Zu deren Feststellung gibt es zwar Kriterien laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2020, aber bisher keine standardisierten gesetzlichen Verfahren. Die Schweiz und die Niederlande gelten als „Pioniere“, in denen Suizid- und Sterbehilfe legalisiert wurde. Sie haben dazu sehr unterschiedliche Regelungsmodelle entwickelt. Diesbezüglich kommt es auch in den anderen Ländern Europas je nach nationaler Mentalität und Geschichte zu erstaunlichen Vielfältigkeit.
Beitrag lesen »
joshua-hoehne-QUu-lBJFziI-unsplash
Humanistische Konzeption zu Sterben, Suizidhilfe und Prävention
Gegensätze überwinden: Plädoyer für Vernetzung und ergebnisoffene Beratung
Der Gegensatz insbesondere von Suizidprävention und Hospizbewegung zur verfassungsrechtlich legalen Suizidassistenz galt bisher als unüberwindlich. Die zunehmende Zahl von rat- und hilfesuchenden Menschen, die Wünsche zum „Humanen Sterben“ äußern, gibt jedoch Anlass, unterschiedliche Konzeptionen und Beratungsansätze sinnvoll zu vernetzen.
Beitrag lesen »
luis-diego-hernandez-zD_MlPGAWUQ-unsplash
Zwischen Freidenkerbewegung und Humanismus
Die „Humanistische Wende“
Was ist die „Humanistische Wende"? Horst Groschopp blickt auf drei zusammenhängende Prozesse: die Abkehr der Freidenker von der Arbeiterbewegung, die Entstehung des Humanistischen Verbandes Deutschlands und dessen Weg zum Bekenntnis zu einer weltanschaulich humanistischen Lebensauffassung.
Beitrag lesen »
atelierbyvineeth-3H5xWo3EsGU-unsplash
Suizidhilfe
Öffentliche Kontroverse zu Autonomie vs. existenzieller Krise
In einem Gastbeitrag in der FAZ sprechen sich Expert:innen verschiedener Fachrichtungen für eine liberale Regelung der Suizidhilfe aus. Eine überwiegend aus Psychiater:innen bestehende Gruppe widerspricht entschieden. Sie erhebt den Vorwurf: Wer vor allem das verfassungsmäßige Persönlichkeits- und Freiheitsrecht sähe, verkenne die existenziellen Krisen dahinter und die große Gefahr normal werdender Selbsttötungen.
Beitrag lesen »
Darstellung von Catharina Margaretha Linck in Männer- und Frauenkleidung (1720)
Zum Pride-Monat Juni
Ist „queer“ eine moderne Erfindung?
Geschlechtergrenzen werden nicht erst seit heute überschritten. Die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel zeigt, wie eng Geschlecht, Freiheit und soziale Herkunft miteinander verbunden sind.
Beitrag lesen »
declan-sun-49qd4nkPVYU-unsplash
Eine historische Analyse
Weltanschauungspflege
Wie lässt sich der Humanistische Verband Deutschlands als Weltanschauungsgemeinschaft verstehen? Horst Groschopp analysiert die Geschichte des Begriffs „Weltanschauungspflege“. Dabei zeigt sich, wie eng juristische Begriffe, historische Entwicklungen und kulturelle Selbstdeutungen miteinander verflochten sind.
Beitrag lesen »
Cover des Beiheftes zur Ausstellung „Humanismus. Geschichte und Gegenwart. Der lange Weg zu Toleranz und Gleichberechtigung“ des Humanistischen Verbandes Deutschlands, Landesverband Berlin, 2006
Eine Kritik am „säkularen Humanismus“
Humanismus noch immer in der Aufklärung
Humanismus wird als historisch gewachsene Kulturauffassung von Barmherzigkeit, Bildung und Menschlichkeit verstanden, die sich in unterschiedlichen Traditionen und Formen praktischer Humanität zeigt und nicht auf Religionskritik oder Säkularisierung verkürzt werden kann. Die Rede vom „säkularen Humanismus“ führt dagegen zu einer Engführung auf Aufklärung und Freidenkerei und verdeckt die Breite seiner kulturellen und sozialen Praxis – so die Kritik von Horst Groschopp.
Beitrag lesen »
Keine weiteren Beiträge mehr vorhanden
Nach oben scrollen