Porträt

Das Gemälde „Sommerabend“ von Heinrich Vogeler wurde auch bei der 2022er Jubiläumsausstellung in Worpswede gezeigt.
Bremer Universalkünstler
Der Neue Mensch. Auf den Spuren von Heinrich Vogeler
2022 wäre Heinrich Vogeler 150 Jahre alt geworden. Das Künstlerdorf Worpswede bei Bremen, in welchem der Maler einige Zeit lebte und wirkte, stand daher in diesem Jahr ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Vier Worpsweder Museen würdigten den Universalkünstler mit einer großen Jubiläumsausstellung. Sie zeichnete den Weg des Malers von einem erfolgsverwöhnten Jugendstilkünstler zu einem visionären Verfechter gesellschaftlichen Wandels nach. Wer war dieser Mensch, der die Kunst und das Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte?
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Heinrich Lux
Wer war Heinrich Lux?
Ein Leben zwischen Freiheitssuche und Gefängnismauern
Ulrich Tietze ist ein Enkel von Heinrich Lux. Über dessen dritte Ehefrau Dora, einer Jüdin, die in der NS-Zeit der Deportation entkam, erschien 2012 ein umfassendes Buch. Erst durch diese Biografie erfuhr Tietze von seinen jüdischen Wurzeln, die zuvor in seiner Familie nie thematisiert wurden. Angehörige seiner Familie wurden in der NS-Zeit verfolgt und ermordet, nicht wenige kamen in den KZs um. Bis zu ihrem Tod im Januar 2013 hatte Tietzes Mutter, Eva Lux, Angst vor einem neuen Rechtsextremismus. Noch kurze Zeit vor ihrem Tod im Jahr 2013 beschwor sie ihren Sohn, die jüdischen Wurzeln der Familie nicht öffentlich zu machen, andernfalls bekäme die Familie Probleme, „wenn die Rechten wieder regieren“. Tietze begann in der Folge, sich umfassend mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Der hier veröffentlichte Text über seinen Großvater Heinrich Lux ist Teil dieser Auseinandersetzung.
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Persisches Neujahrsfest Nouruz in Falkensee.
Human Mirrafati im Porträt
Wie ein Exil-Iraner ein säkulares Fest nach Brandenburg brachte
Human Mirrafati (*1962) ist Exil-Iraner. Weil ihm als Atheist in seinem Geburtsland die Hinrichtung drohte, floh er 1992 nach Berlin. Seit 2017 veranstaltet er im Berliner Umland mit Geflüchteten und Einheimischen das persische Neujahrsfest Nouruz – eine 3.000 Jahre alte Feier, die exemplarisch ist für die völkerverbindende Kraft einer weltlichen Kulturtradition.
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Käthe Nebel, Deutscher Humanistentag Hamburg 2019.
Humanistische Vorbilder
Die Oldenburger Humanistin Käthe Nebel
Wenn Humanist*innen an Vorbilder im Sinne der Entwicklung humanistischer Ideen denken, dann fallen ihnen Sokrates oder Epikur ein, aus der Zeit der Aufklärung Immanuel Kant („Sapere aude!“), die schottischen Moralphilosophen Locke, Hobbes und Hume und natürlich Charles Darwin, der die (göttliche) Sonderstellung des Menschen endgültig zu Fall brachte. Doch eigentlich ist die Praxis, der gelebte Humanismus, viel interessanter. Und dafür muss man nicht auf bekannte Vorbilder zurückgreifen. Unfehlbare Leitfiguren oder gar Heilige kennt der Humanismus ohnehin nicht. Viel wichtiger sind die Menschen, die uns im Alltag begegnen, die das Leben annehmen, Fehler machen, diese eingestehen und an ihren Erfahrungen wachsen. Dazu ist kein Studium der Philosophie oder der humanistischen Ideengeschichte nötig. Ein solches humanistisches Vorbild ist Käthe Nebel.
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