Bundesvorstand zu Gast im Saarland

Humanismus braucht Organisation

| von
Mitglieder der Initiative Konfessionsfreier im Saarland (IKiS) mit den Bundesvorstandsmitgliedern des Humanistischen Verbandes Deutschlands, Christiane Herrmann (6. v. l.) und Andrée Gerland (9. v. l.).

Beitragsbild: Claus Kuhn

In Saarbrücken diskutierten die Bundesvorstandsmitglieder des Humanistischen Verbandes Deutschlands Christiane Herrmann und Andrée Gerland mit Engagierten der „Initiative Konfessionsfreier im Saarland“ über den Aufbau einer lokalen Verbandsstruktur und aktuelle religionspolitische Debatten.

Eine zen­tra­le Auf­ga­be des Bun­des­ver­ban­des ist es, sich nicht nur für die Rech­te und Inter­es­sen sei­ner Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­zu­set­zen, son­dern den glei­chen Ein­satz zu zei­gen für „jene kon­fes­si­ons­frei­en Men­schen in Deutsch­land […], die zen­tra­le Prin­zi­pi­en des huma­nis­ti­schen Bekennt­nis­ses für sich aner­ken­nen“, wie es in unse­rer Bun­des­ver­bands­sat­zung heißt. Dort steht eben­falls, dass „Maß­nah­men zur Ein­rich­tung akti­ver Lan­des­ver­bän­de“ ergrif­fen wer­den kön­nen, um loka­le Struk­tu­ren in ihrer Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen.

Genau die­sen Anlie­gen folg­ten die bei­den Bun­des­vor­stands­mit­glie­der Chris­tia­ne Herr­mann und Andrée Ger­land, als sie der Ein­la­dung der „Initia­ti­ve Kon­fes­si­ons­frei­er im Saar­land“ (IKiS) nach­ka­men, die am 09. März zum zwei­ten Zusam­men­tref­fen in die Räum­lich­kei­ten der Stif­tung Demo­kra­tie Saar­land nach Saar­brü­cken lud. Die Arbeit des Huma­nis­ti­schen Ver­ban­des Deutsch­lands wur­de in ihren Grund­zü­gen vor­ge­stellt und die zahl­rei­chen Argu­men­te für den Auf­bau einer loka­len Ver­bands­struk­tur auf­ge­zeigt. Unter der Mode­ra­ti­on des enga­gier­ten Gast­ge­bers Wer­ner Röh­rig ent­spann sich ein viel­sei­ti­ger und in die Tie­fe gehen­der Aus­tausch, der sowohl Bun­des­the­men beleuch­te­te als auch die loka­len Anlie­gen the­ma­ti­sier­te – wie der geplan­te und von der Initia­ti­ve kri­ti­sier­te Got­tes­be­zug in die Prä­am­bel der saar­län­di­schen Ver­fas­sung. Mit der zen­tra­len Bot­schaft „Huma­nis­mus braucht Orga­ni­sa­ti­on!“ konn­ten die bei­den Refe­ren­ten schließ­lich dazu bei­tra­gen, dass die Bemü­hun­gen um eine kon­kre­te­re loka­le Struk­tur und damit auch eine huma­nis­ti­sche Sprech­fä­hig­keit vor Ort wei­ter ver­folgt wer­den. Der Vor­stand des Bun­des­ver­ban­des freut sich, wenn er bei die­ser Ent­wick­lung wei­ter­hin hilf­reich zur Sei­te ste­hen kann.

Inhalt teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meistgelesen

Ähnliche Beiträge

Bürgerfest (c) DMF
Bürgerfest des Bundespräsidenten
„Lasst uns stärken, was uns verbindet“
Rund 2000 Engagierte, Japan als Partnerland und ein Bundespräsident, der dem Ehrenamt dankt: Elke Krämer, Dagmar Müller-Funk und Ash Ziab waren für den Humanistischen Verband Deutschlands beim Bürgerfest in Bonn. In Bericht, Gespräch und Video erzählen sie von ihren Eindrücken, von ihrem Engagement und davon, was sie sich von Politik und Gesellschaft wünschen.
Beitrag lesen »
Friedrich Ludwig Urban
Friedrich Ludwig Urban (2. Oktober 1806 – 5. Dezember 1879)
„Ein gemeinsames Streben nach Veredlung und Vervollkommnung“
Heute vor 220 Jahren wurde Friedrich Ludwig Urban geboren, Tierarzt, Barrikadenkämpfer und Gründer der freien Gemeinde des Urchristenbundes. Sein Leben steht für den Aufbruch zu Glaubensfreiheit und Selbstbestimmung in der Zeit der Märzrevolution von 1848 und darüber hinaus.
Beitrag lesen »
fethi-benattallah-0hkWVHnPdss-unsplash
Gegensätze überwinden: Plädoyer für Vernetzung und ergebnisoffene Beratung
Mitwirkende Konflikt-Beratung bei strittiger Bewertung von Sterbe(hilfe)wünschen
Beratungsstellen zu persönlichen oder institutionellen Konflikten im Umfeld von Suizidhilfeanliegen können verschiedene Ziele verfolgen. Vor allem bei einer zukünftigen Gesetzgebung wäre auch eine Unterstützung für Ärzt:innen denkbar, die Assistenz zur Selbsttötung leisten. Bei der verfassungsrechtlichen Abwägung zwischen Lebensschutz und Recht auf selbstbestimmtes Sterben sollten alle Beteiligten die eigene Werteauffassung reflektieren und kommunizieren. Die hier zugrunde liegende Haltung der Autorin insbesondere zum verbreiteten Narrativ des „nicht zur Last werden dürfen“ ist getragen von der Hoffnung auf gegenseitige Toleranz, die ein Fundament für das Verständnis anderer Überzeugungen darstellt.
Beitrag lesen »
Nach oben scrollen