Die Tagung „Das Ende der Wahrheit? Fake News und Humanismus“ schließt direkt an das Jahresdelegiertentreffen des Humanistischen Verbandes Deutschlands | Bundesverband an. Es geht um das wachsende Problem der Fake News, die neuen technischen und medialen Möglichkeiten und das erodierende Vertrauen der Menschen in die Seriosität von Wissenschaft, Medien und demokratischer Politik. Wem kann man eigentlich noch glauben? 2016, nach dem ersten Wahlsieg von Trump in den USA, wurde der Begriff „Fake News“ für eine bewusst gefälschte Meldung zum Anglizismus des Jahres gekürt. Viel Aufklärungsarbeit wurde seither geleistet, aber die einfach zugänglichen Bildbearbeitungstechniken (Deepfakes) und die Ausbreitung von KI haben das gesellschaftliche Problem noch einmal zugespitzt.
Der erste der beiden Veranstaltungstage soll der Information dienen: Mehrere Vorträge ausgewiesener Referent*innen beleuchten den digitaltechnischen Hintergrund, die neurowissenschaftlichen und sozialpsychologischen Mechanismen, die philosophische und soziologische Debattentradition zu Wahrheit, Lüge und Irrtum sowie die Geschichte von Propaganda, gezielten Fälschungen und Verschwörungstheorien. Aufgelockert werden die Vorträge und Diskussionen durch interaktive Formate und spielerische Übungen zum Entdecken und Generieren von Fake News.
Am Sonntagvormittag steht die Frage im Mittelpunkt: Was können wir als Humanist*innen tun, um dem Problem der Fake News zu begegnen? Bei welchen Schlüsselgruppen liegt eine besondere Verantwortung? Hier sind besonders die Wissenschaft, die seriösen Medien und Journalist*innen sowie die Erziehenden in Elternhaus und Bildungseinrichtungen gefordert.
Die Veranstaltung richtet sich – in populärwissenschaftlich-aufklärerischer Absicht – an politisch, wissenschaftlich und medientechnisch Interessierte aller Altersgruppen sowie an einschlägige Fachleute; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Weitere Informationen ab September auf hvd-nrw.de.



