Jugendfeier 2026 in Hessen

Gemeinsam feiern, individuell wachsen

| von

Beitragsbild: Humanistischer Verband Deutschlands | Hessen

Am 13. Juni feierten sieben Jugendliche im Bürgerhaus Zeppelinheim bei Frankfurt ihre Humanistische Jugendfeier. Gemeinsam mit ihren Familien, Freund*innen und Gästen markierten sie einen besonderen Schritt auf dem Weg ins Erwachsenwerden.

Die Huma­nis­ti­sche Jugend­fei­er in Hes­sen ver­bin­det zwei Gedan­ken, die auf den ers­ten Blick gegen­sätz­lich erschei­nen mögen: die Ein­zig­ar­tig­keit jedes ein­zel­nen jun­gen Men­schen und das gemein­sa­me Erle­ben in einer Gemein­schaft. Jeder Jugend­fei­er­ling gestal­tet die­sen Tag auf indi­vi­du­el­le Wei­se: Mit eige­nen Gedan­ken, eige­nen Erfah­run­gen und einer per­sön­li­chen Rede. Gleich­zei­tig erle­ben die Jugend­li­chen, dass sie mit ihren Fra­gen, Hoff­nun­gen und Her­aus­for­de­run­gen nicht allein sind. So stan­den auch in die­sem Jahr die Jugend­li­chen selbst im Mit­tel­punkt der Fei­er. Aus­ge­hend von selbst­ge­wähl­ten Zita­ten hat­ten sie per­sön­li­che Rede­bei­trä­ge vor­be­rei­tet. Sie spra­chen über Mut und Neu­an­fän­ge, über Freund­schaft und Ver­söh­nung, über Selbst­ver­trau­en, eige­ne Wege und den Umgang mit Ver­lus­ten. Die Bei­trä­ge mach­ten deut­lich, wie reflek­tiert jun­ge Men­schen ihre Lebens­welt wahr­neh­men und wie unter­schied­lich ihre Per­spek­ti­ven auf das Erwach­sen­wer­den sind.

In ihrer Fest­re­de beton­te Chris­tia­ne Herr­mann, Lan­des­spre­che­rin des Huma­nis­ti­schen Ver­ban­des Deutsch­lands | Hes­sen: „Erwach­sen­wer­den ist kein Ziel, das man irgend­wann erreicht. Es ist ein Pro­zess. Ein stän­di­ges Ler­nen. Ein stän­di­ges Wach­sen.“ Beson­ders ein­drucks­voll war dabei die Viel­falt der gewähl­ten The­men. Wäh­rend Flo­ra dar­an erin­ner­te, das Leben mit Erfah­run­gen zu fül­len, sprach Tom über den Mut, Risi­ken ein­zu­ge­hen. Tris­tan berich­te­te davon, nach Rück­schlä­gen neue Wege zu fin­den, Jus­tus über die Bedeu­tung von Ver­ständ­nis und Ver­söh­nung. Ame­lie setz­te sich mit der Fra­ge aus­ein­an­der, wie man zu sich selbst ste­hen kann, Ali­ze mit dem Mut, den eige­nen Weg zu gehen, und Rie­ke mit der Kraft, nach schwe­ren Ver­lus­ten wie­der auf­zu­ste­hen.

Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de die Fei­er unter ande­rem von Ame­lies Kla­vier­vor­trag des Stücks „River Flows in You” von Yir­uma sowie einer gemein­sa­men Inter­pre­ta­ti­on von „Ima­gi­ne” von John Len­non. Zum Abschluss stand ein Gedan­ke des Huma­nis­ten und Schrift­stel­lers Sir Peter Usti­nov im Mit­tel­punkt. Sei­ne Auf­for­de­rung, sich die Fähig­keit zum Stau­nen zu bewah­ren, griff die Schluss­re­de auf: „Wenn ihr euch etwas von eurer Kind­heit bewah­ren könnt, dann hof­fent­lich genau das: die Fähig­keit zu stau­nen.“ Mit der Über­ga­be der Urkun­den wur­den die sie­ben Jugend­fei­er­lin­ge schließ­lich offi­zi­ell in ihren neu­en Lebens­ab­schnitt ver­ab­schie­det. Beim gemein­sa­men Aus­zug wur­de noch ein­mal deut­lich, was die Huma­nis­ti­sche Jugend­fei­er aus­macht: Jun­ge Men­schen wer­den in ihrer Indi­vi­dua­li­tät gestärkt – und erle­ben zugleich, Teil einer Gemein­schaft zu sein, die sie auf ihrem Weg beglei­tet. Wir gra­tu­lie­ren Flo­ra, Tom, Tris­tan, Jus­tus, Ame­lie, Ali­ze und Rie­ke herz­lich zu ihrer Jugend­fei­er und wün­schen ihnen Neu­gier, Mut und Zuver­sicht für die Zukunft.

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