"Im Gefängnis" von Patricia Thoma

Bildergeschichten über das Leben hinter Gittern

| von

Beitragsbild: Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH

Wie lebt es sich hinter Gittern? Patricia Thoma eröffnet mit ihrem Buch "Im Gefängnis" eindrucksvolle Einblicke in den Alltag von Inhaftierten und ihren Familien. Thomas Schneider zeigt in seiner Rezension, warum das ungewöhnliche Werk nicht nur Vorurteile hinterfragt, sondern auch wertvolle Impulse für den Humanistischen Lebenskundeunterricht und Gespräche über Freiheit, Strafe und Resozialisierung bietet.

Frei­heit ist ein hohes Gut, ein Schlüs­sel­be­griff unse­res moder­nen Selbst­ver­ständ­nis­ses und gilt als zen­tra­ler Wert im Huma­nis­mus. Frei zu sein bedeu­tet, das eige­ne Leben zu gestal­ten, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und die Fol­gen des eige­nen Han­delns für sich und ande­re zu reflek­tie­ren. Als eines von sechs Pos­tu­la­ten bil­det der Begriff der Frei­heit auch die Grund­la­ge des Unter­richts­fachs Huma­nis­ti­sche Lebens­kun­de, das an vie­len Schu­len in Ber­lin und Bran­den­burg unter­rich­tet wird.[1] Was aber, wenn einem die Frei­heit genom­men wird? Die Frei­heit, selbst zu ent­schei­den, was man tut, wohin man geht, mit wem man sich trifft? Wer eine Straf­tat begeht, muss damit rech­nen, eine sol­che Frei­heits­stra­fe zu erhal­ten. In unse­rer Gesell­schaft ist das Gefäng­nis der Ort, an dem die­se Stra­fe voll­zo­gen wird, wes­halb Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt (abge­kürzt: JVA) eigent­lich der kor­rek­te Begriff ist.

Wie lässt sich mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern ange­mes­sen über einen Ort reden, den man aus eige­ner Anschau­ung für gewöhn­lich nicht kennt? Was wis­sen wir eigent­lich über das Leben dort? Wie sieht der All­tag hin­ter Git­tern aus? Und wie geht es den Fami­li­en von Inhaf­tier­ten?

Über die­sen Pro­blem­kon­text anschau­lich zu berich­ten, ist das Anlie­gen der Illus­tra­to­rin Patri­cia Tho­ma. Über einen Zeit­raum von zwei Jah­ren hin­weg hat sie immer wie­der unter­schied­li­che Frau­en und Män­ner hin­ter Git­tern besucht und mit ihnen zusam­men Bil­der gezeich­net. Ihre Wer­ke hat sie unter dem Titel „Im Gefäng­nis“ zusam­men getra­gen und als Buch ver­öf­fent­licht.[2] Nach „Im Jugend­ar­rest“ ist es bereits das zwei­te Bil­der­buch der Ber­li­ner Künst­le­rin und Autorin, das sich dem The­ma auf beson­de­re Art und Wei­se annimmt.[3] In eigens in den ein­zel­nen Haft­an­stal­ten mit den Insas­sen durch­ge­führ­ten Work­shops hat sie zunächst Sze­nen von Gesprä­chen und Situa­tio­nen foto­gra­fisch fest­ge­hal­ten, dann aus­ge­wähl­te Fotos durch die Inhaf­tier­ten selbst abpau­sen und schließ­lich aus­ma­len las­sen. Ent­stan­den ist so ein Bil­der­buch, das in ins­ge­samt 8 Epi­so­den und auf knapp 90 Sei­ten inti­me Ein­bli­cke in die All­tags- und Gefühls­welt von Inhaf­tier­ten und in die Viel­falt der unter­schied­lichs­ten Ein­rich­tun­gen ver­mit­telt, die den meis­ten von uns zeit­le­bens ver­bor­gen blei­ben.

Zwar rich­tet sich das Buch nicht expli­zit an Leh­ren­de, auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler dürf­ten eben­falls nicht die bevor­zug­te Ziel­grup­pe für die Lek­tü­re sein. Aller­dings besticht das Buch durch sei­nen läs­si­gen Ton im Sti­le eines Comic und ergänzt so den ohne­hin sehr dün­nen Markt an Kin­der­bü­chern zum The­ma.[4] Mei­nes Erach­tens emp­fiehlt es sich daher durch­aus für den Unter­richt zumin­dest in höhe­ren Klas­sen der Mit­tel- und Ober­stu­fe.

Auf einer Lesung im Deut­schen Insti­tut für Men­schen­rech­te am 29. April 2026 in Ber­lin stell­te Tho­ma ihr neu­es Buch und ein­zel­ne Cha­rak­te­re dar­aus vor. Da ist zum Bei­spiel „Biba“, Mut­ter von fünf Kin­dern und inhaf­tiert in der JVA Ber­lin-Pan­kow. Hier gibt es cir­ca 60 Plät­ze für Frau­en, dar­un­ter gera­de ein­mal zwei Mut­ter-Kind-Haft­plät­ze. Dabei dür­fen Kin­der unter einem Jahr bei ihren Müt­tern woh­nen, wäh­rend älte­re Kin­der meist von ande­ren Erzie­hungs­be­rech­tig­ten außer­halb der Gefäng­nis­mau­ern oder in Pfle­ge­fa­mi­li­en betreut wer­den. Wie so vie­le Eltern in Haft ist Biba hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen Scham und Selbst­vor­wür­fen einer­seits und ande­rer­seits der Angst, die eige­nen Kin­der könn­ten ein­mal einen ähn­li­chen Weg beschrei­ten wie sie selbst. Auf die Fra­ge „Mama, was machst du in der JVA?“ ant­wor­ten Müt­ter wie Biba daher häu­fig aus­wei­chend, was die Mut­ter-Kind-Bezie­hung zusätz­lich zur trau­ma­ti­sie­ren­den Tren­nung belas­tet.

Mit wel­cher Phan­ta­sie dabei Inhaf­tier­te mit der Situa­ti­on umge­hen, ein Leben hin­ter Git­tern füh­ren zu müs­sen, zeigt exem­pla­risch das Kapi­tel über „O.S.T.R.“, der sich den Namen eines pol­ni­schen Rap­pers zu eigen gemacht hat. Wie in den meis­ten deut­schen Haft­an­stal­ten ist auch in der JVA Sieg­burg, wo O.S.T.R. unter­ge­bracht ist, der Gefäng­nis­all­tag streng gere­gelt und gehorcht strik­ten Abläu­fen: Die Grö­ße des Haft­raums beträgt 8 bis 10 Qua­drat­me­ter; die Insas­sen dür­fen ein­mal täg­lich für eine Stun­de an die fri­sche Luft; die Besuchs­zeit beträgt 1 Stun­de im Monat (in ande­ren Bun­des­län­dern auch 2 Stun­den); häu­fig gibt es Gele­gen­hei­ten, um Sport zu trei­ben; der Kon­takt zur Außen­welt wird jedoch streng kon­trol­liert – Tele­fo­nie­ren ist nur über ein Sta­ti­ons­te­le­fon und vor­her geneh­mig­te Num­mern mög­lich, dar­über hin­aus bleibt nur der Brief­kon­takt, Smart­phones und Inter­net sind ver­bo­ten.

Aller­dings ist der gegen­sei­ti­ge Besuch bei den Zel­len­nach­barn zeit­wei­lig erlaubt, was für will­kom­me­ne Abwechs­lung unter den Inhaf­tier­ten sorgt, etwa wenn O.S.T.R. für sei­ne „Knast­brü­der“ eine „Pud­ding­par­ty auf Zel­le“ orga­ni­siert und dabei mit viel Gal­gen­hu­mor die Vor­zü­ge sei­ner „Suite“ mit „groß­zü­gi­gem Schlaf­be­reich“ und „luxu­riö­sem Wohn­zim­mer“ anpreist. „Jungs, das ist Orgas­mus für den Gau­men!“, urteilt schließ­lich einer der Mit­ge­fan­ge­nen über den gezau­ber­ten Imbiss mit ein­fachs­ten Zuta­ten. Es sind Sze­nen wie die­se, die Tho­ma mit ihren Illus­tra­tio­nen ein­fängt, die einen trotz der oft erdrü­cken­den Atmo­sphä­re des geschil­der­ten All­tags hin­ter hoch­ge­si­cher­ten Mau­ern schmun­zeln las­sen, weil man spürt, dass sich hin­ter den ein­zel­nen Figu­ren Schick­sa­le mit all­zu mensch­li­chen Bedürf­nis­sen ver­ber­gen.

Ganz anders nimmt sich dage­gen die Situa­ti­on für Inhaf­tier­te wie „Zora“, „Max“, „Mikesch“ und „Andy“ im Hoch­si­cher­heits­trakt der JVA Lübeck aus. Hier sit­zen aus­schließ­lich Män­ner ein, die wegen beson­ders schwe­rer Straf­ta­ten, wegen Tot­schlags, Mor­des oder wegen eines Sexu­al­ver­bre­chens, eine lebens­lan­ge Frei­heits­stra­fe ver­bü­ßen müs­sen – 15 lan­ge Jah­re. Beson­ders die­je­ni­gen, die wegen eines Sexu­al­ver­bre­chens an einer Sozi­al­the­ra­pie teil­neh­men müs­sen, befin­den sich in der unters­ten Hier­ar­chie der Gefäng­nis­ord­nung: Sie emp­fin­den sich als „ganz unten in der Nah­rungs­ket­te“, da sie als „Sit­ti­che“ (wie im Gefäng­nis­jar­gon die frü­her als „Sitt­lich­keits­ver­bre­cher“ bezeich­ne­ten Sexu­al­straf­tä­ter genannt wer­den) nicht nur Ableh­nung, son­dern zum Teil auch Miss­hand­lun­gen ande­rer Mit­in­sas­sen befürch­ten müs­sen. Immer wie­der wer­den die Inhaf­tier­ten hier mit ihren Taten kon­fron­tiert und müs­sen sich als Teil ihrer Reso­zia­li­sie­rungs­maß­nah­me mit ihren Ver­hal­tens­mus­tern und den ver­schie­de­nen Fak­to­ren für die Ent­ste­hung von Gewalt sowie den Risi­ken von Macht- und Dro­gen­miss­brauch inten­siv aus­ein­an­der­set­zen. Da vie­le von ihnen in ihrer Kind­heit selbst schwers­te Miss­hand­lung, Miss­brauch und Ver­nach­läs­si­gung erlebt haben, fällt es ihnen häu­fig am schwers­ten, der Spi­ra­le aus Dro­gen, Sucht und Gewalt zu ent­rin­nen.

Wie viel ange­neh­mer geht es da den Inhaf­tier­ten, die im offe­nen Voll­zug der JVA Bie­le­feld-Sen­ne unter­ge­bracht sind. Mit 1500 Haft­plät­zen für Frau­en und Män­ner gilt sie als die größ­te Ein­rich­tung ihrer Art in Euro­pa. Im Gegen­satz zu den geschlos­se­nen Ein­rich­tun­gen ver­brin­gen Inhaf­tier­te hier gemein­sam Zeit in Wohn­grup­pen, beim Kochen, Essen und bei der Frei­zeit­ge­stal­tung. Durch die gelo­cker­ten Haft­be­din­gun­gen sol­len die Inhaf­tier­ten schritt­wei­se wie­der an ein selbst­be­stimm­tes Leben außer­halb der Haft­mau­ern gewöhnt wer­den. Eini­ge dür­fen unter stren­gen Auf­la­gen sogar „drau­ßen“ arbei­ten und am Wochen­en­de ihre Fami­lie sehen. So wie „Jes­sy“: „Stellt euch vor, ihr wacht am Sams­tag­mor­gen auf und zieht eure Frei­zeit­kla­mot­ten an. Und dann tschüss Knast und ab ins Schwimm­bad mit euren Süßen. Wie geil ist das!“ Geschich­ten wie die von Jes­sy offen­ba­ren ein­drucks­voll das gan­ze Dilem­ma rein geschlos­se­ner Voll­zugs­an­stal­ten, in denen Inhaf­tier­te sich an ein fremd­be­stimm­tes Leben gewöh­nen müs­sen, um dann nach der Ent­las­sung vom All­tag in Frei­heit wie­der kom­plett über­for­dert zu wer­den: „Ich hab Glück mit mei­nem Job und bin froh, hier tags­über raus­zu­kom­men“, bringt es Jes­sy auf den Punkt. „Es heißt ja, der Knast ist eine Schu­le des Ver­bre­chens, und ich ken­ne ver­dammt vie­le, die sich erst dort die Fin­ger so rich­tig schmut­zig gemacht haben“.

Der Kon­trast zwi­schen der grau­en Tris­tesse des mono­to­nen Gefäng­nis­all­tags auf der einen und der frei­en Außen­welt auf der ande­ren Sei­te bringt Tho­ma mit gestal­te­ri­schen Mit­teln zum Aus­druck: Wäh­rend die vie­len end­lo­sen Gän­ge, Schlös­ser und Git­ter im Innern der Haft­an­stal­ten schwarz-weiß gehal­ten sind, sind die Außen­dar­stel­lun­gen, die Gebäu­de und Grün­an­la­gen, durch­weg bunt kolo­riert. Nur gele­gent­lich blitzt bei den inhaf­tier­ten Figu­ren ein Tup­fer Far­be, etwa in der pin­ken Fri­sur einer Insas­sin, auf. Auch wäh­rend der Lesung schaff­te es Tho­ma immer wie­der, die strik­te Tren­nung von Innen- und Außen­per­spek­ti­ve, wel­che die Dar­stel­lung der Haft­si­tua­tio­nen kenn­zeich­net, zu durch­bre­chen: Ein­mal fliegt ein auf­ge­bla­se­ner Strand­ball durchs Publi­kum und ani­miert zum Spie­len wie die Insas­sen beim „Frei­gang“ auf dem Gefäng­nis­hof. Ein ander­mal ver­wan­deln sich ein Ros­marin­topf und ein Tetra Pak mit pas­sier­ten Toma­ten wie aus dem Nichts in eine köst­li­che Piz­za. Was wie ein Zau­ber­trick daher­kommt, ver­fehlt sei­ne Wir­kung nicht, denn Tho­ma macht so spie­le­risch dar­auf auf­merk­sam, mit welch krea­ti­ven Mit­teln Insas­sen dar­auf ange­wie­sen sind, mit wenig aus­zu­kom­men. Im Gefäng­nis sind vie­le Zuta­ten näm­lich ver­bo­ten, weil sie etwa zum Bau von Spreng­stoff (Back­pul­ver), zur Her­stel­lung von Alko­hol (Hefe) oder als Waf­fe (schar­fe Gewür­ze wie Pfef­fer oder Chi­li) benutzt wer­den kön­nen.

Tho­mas Bil­der­buch ist aber nicht nur ein künst­le­ri­sches, son­dern auch ein par­ti­zi­pa­ti­ves Pro­jekt mit auf­klä­re­ri­schem Anspruch. Im Inter­view betont sie, wie wich­tig ihr die Kol­la­bo­ra­ti­on mit den Inhaf­tier­ten war, die über die Aus­wahl der Sze­nen mit­ent­schei­den und auch die Figu­ren mit­aus­ge­stal­ten durf­ten. Neben der Moti­va­ti­on, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en, bestand für Tho­ma eine Erkennt­nis in der Zusam­men­ar­beit mit den Inhaf­tier­ten eben auch dar­in, in die­sen den Men­schen und eben nicht nur den Täter zu sehen, auch wenn dies bei beson­ders schwe­ren Straf­ta­ten nicht immer leicht fällt.

Damit stellt sich für die Autorin auch die Fra­ge, ob der Frei­heits­ent­zug als Stra­fe tat­säch­lich immer so sinn­voll ist. Denn sieht man von den in Hoch­si­cher­heits­trak­ten unter­ge­brach­ten Inhaf­tier­ten ein­mal ab, so befin­den sich in den meis­ten Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten Men­schen, die wegen ihrer spe­zi­fi­schen Pro­blem­la­gen eigent­lich einer ganz ande­ren Behand­lung bedür­fen, was zum Bei­spiel für vie­le Sucht­kran­ke gilt, die wegen Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät im Gefäng­nis lan­den.[5]

Dabei rührt das Buch von Tho­ma immer wie­der an eine The­ma­tik, die die sozio­lo­gi­sche For­schung zum Gegen­stand seit jeher betont hat, dass näm­lich von allen „tota­len Insti­tu­tio­nen“ das Gefäng­nis am ehes­ten mit einem Kern­stück der moder­nen Gesell­schaft unver­ein­bar ist: der Fami­lie.[6] Denn für Kin­der stellt die Inhaf­tie­rung eines Eltern­teils einen mas­si­ven Ein­schnitt in ihrer bio­gra­phi­schen Ent­wick­lung dar. Schät­zun­gen gehen davon aus, dass rund 100.000 Kin­der in Deutsch­land Betrof­fe­ne von in Haft befind­li­chen Eltern­tei­len sind – eine Situa­ti­on, die nur durch regel­mä­ßi­gen Umgang in einer kind­ge­rech­ten Umge­bung annä­hernd kom­pen­siert wer­den kann.[7] Dabei stellt der Kon­takt von Kin­dern zu ihren inhaf­tier­ten Eltern mehr als nur eine Mög­lich­keit dar, den Ver­lust eines nahen Men­schen zu bewäl­ti­gen, es ist schlicht ein Men­schen­recht, das in inter­na­tio­na­len Über­ein­kom­men wie der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on fest ver­an­kert ist.

Wer mit den Fol­gen von Rück­zug und Iso­la­ti­on zu kämp­fen hat, kann mensch­li­chen Bei­stand gebrau­chen. Der Huma­nis­ti­sche Ver­band Deutsch­lands enga­giert sich daher seit eini­ger Zeit für die Eta­blie­rung von ent­spre­chen­den Ein­rich­tun­gen der Seel­sor­ge.[8] Für die­se wie für den Huma­nis­ti­schen Lebens­kun­de­un­ter­richt fin­den sich in Tho­mas Bil­der­buch vie­le Anknüp­fungs­punk­te, um über die Situa­ti­on von Inhaf­tier­ten und ihren Fami­li­en ins Gespräch zu kom­men.

Tho­mas Schnei­der ist Lehr­kraft für Huma­nis­ti­sche Lebens­kun­de und Muse­ums­päd­ago­ge in Ber­lin. Dar­über hin­aus ist der pro­mo­vier­te Sozio­lo­ge und Vater von drei Kin­dern auch als Musi­ker aktiv.


[1]Vgl. dazu den Rah­men­lehr­plan für das Unter­richts­fach Huma­nis­ti­sche Lebens­kun­de (2024): https://humanistisch.de/bildung/humanistische-lebenskunde/angebote/humanistische-lebenskunde-als-unterrichtsfach/rahmenlehrplan-humanistische-lebenskunde/, Zugriff am 13.7.2026. Sie­he auch das Schul­buch Huma­nis­ti­sche Lebens­kun­de, Band 1, hg. v. Huma­nis­ti­schen Ver­band Deutsch­lands, Lan­des­ver­band Ber­lin-Bran­den­burg KdöR, Ber­lin 2019, S. 51ff.

[2]Patri­cia Tho­ma und Inhaf­tier­te in Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten, Im Gefäng­nis, Ber­lin 2026.

[3]Patri­cia Tho­ma und Jugend­li­che in der Jugend­ar­rest­an­stalt Ber­lin-Bran­den­burg, Im Jugend­ar­rest, Ber­lin 2025.

[4]Eine sehr posi­ti­ve Aus­nah­me bil­det: Tho­mas Engel­hardt, Moni­ka Osberg­haus, Im Gefäng­nis. Ein Kin­der­buch über das Leben hin­ter Git­tern, Leip­zig 2018. Mei­ner Erfah­rung nach bie­tet sich die­se Lek­tü­re vor allem im Unter­richt in der Grund­schu­le ab der 4. Klas­se an.

[5]Vgl. dazu: Eli­sa Hoven und Tho­mas Gal­li, „Sinn und Unsinn von Haft­stra­fen. Zwei Per­spek­ti­ven“, in: Aus Poli­tik und Zeit­ge­schich­te, The­men­heft „Gefäng­nis“, 42–43 (18. Okto­ber 2021), S. 9–17.

[6]Vgl. Erving Goff­man, „On the Cha­rac­te­ristic of Total Insti­tu­ti­ons: The Inma­te World“, in: Donald R. Cressey (Hg.), The Pri­son: Stu­dies in Insti­tu­tio­nal Orga­ni­sa­ti­on and Chan­ge, Holt, Rine­hart and Win­s­ton 1961, S. 15–67.

[7]Dazu: Judith Fei­ge, Kon­takt­mög­lich­kei­ten zwi­schen Kin­dern und inhaf­tier­ten Eltern. Eine Befra­gung zur Pra­xis im Straf­voll­zug. Ana­ly­se. Moni­to­ring-Stel­le UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on, hg. v. Deut­schen Insti­tut für Men­schen­rech­te, Ber­lin 2024.

[8]Vgl. dazu das neue Ange­bot der huma­nis­ti­schen Gefäng­nis­seel­sor­ge in Neu­rup­pin-Wul­kow (Ostp­ri­g­nitz-Rup­pin): https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/02/justizvollzugsanstalt-jva-wulkow-neuruppin-gefaegnis-seelsorge-humanistische.html, Zugriff am 13.7.2026.

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