Geschichte & Gegenwart

Postkarte einer Jugendweihe der Berliner Freireligiösen Gemeinde (Archivbild)
Geschichtliche Wurzeln
Lebenskundeunterricht: Vom Jugendunterricht zur Lebenskunde
Lebenskundeunterricht ist mittlerweile vor allem in Berlin ein Erfolgsmodell. Seine Wurzeln reichen bis ins Ende des 19. Jahrhunderts.
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Geschichte des Lebenskundeunterrichts
Humanistische Lebenskunde
101 Jahre weltliche Schulreform
Im Jahr 2020 jährte sich die Gründung der ersten weltlichen Schulen im Berliner Raum zum hundertsten Mal. Mit den ersten weltlichen Schulen Berlins wurden zugleich Grundsteine von noch viel weitergehenden pädagogischen Reformen gelegt, die bis heute wirken: Gemeinschaftsschule, Projektunterricht, Schulautonomie, Humanistische Lebenskunde. Bruno Osuch blickt in diesem Beitrag auf Historie und Gegenwart.
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Der Humanist und Sozialist Ernst Fraenkel lebt und arbeitet seit 1926 in Berlin als Rechtsanwalt in Berlin.
Freidenker*innen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Der „Rote Stoßtrupp”
Der Deutsche Freidenkerverband der Weimarer Republik – eine der Vorgängerorganisationen des Humanistischen Verbandes – war Teil der Arbeiterbewegung. Diese trug die Hauptlast des Widerstands gegen die NS-Diktatur, entsprechend waren auch viele Freidenker*innen darin engagiert. Eine Widerstandsorganisation, in der Freidenker*innen eine wichtige Rolle spielten, nannte sich der „Rote Stoßtrupp“. Das Erstaunliche an dieser Gruppierung ist, dass sie sich von einem ersten Schlag durch die Gestapo im Dezember 1933 erholte und in der Folge bis zum Ende der NS-Herrschaft aktiv war und dabei unentdeckt blieb.
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Gruppe von als »Juden der Rasse nach« gekennzeichneten Menschen in Minsk 1941, während der deutschen Besatzung Weißrusslands.
Eine deutsches Doppelleben
Die Biografie von Artur Wilke
Ein studierter Theologe, der sich der SS anschließt, zum Massenmörder wird, anschließend unter dem Namen seines gefallenen Bruders weiterlebt, keinerlei persönliche Schuld eingesteht und das theologisch begründet. Die Biographie von Artur Wilke, die der Journalist Jürgen Gückel in seinem Buch „Klassenfoto mit Massenmörder“ erforscht hat, wirft Licht auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
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Michael Unterguggenberger (2.v.l.) und Treuhänder, 1933.
Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl
Michael Unterguggenberger: Der Freidenker, der ein Wunder bewirkte
Als Bürgermeister der kleinen Tiroler Gemeinde Wörgl bewirkt der Sozialist und Freidenker Michael Unterguggenberger während der Weltwirtschaftskrise ein durch und durch weltliches Wunder. Er überzeugt seinen Gemeinderat, ein finanztechnisches Experiment zu starten, mit dem es gelingt, die Auswirkungen der Krise auf Wörgl einzudämmen.
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Eine Klasse der weltlichen Rütlischule in Berlin-Neukölln, 1926.
Kirchlicher Einfluss auf das Schulwesen
Die gescheiterte Trennung von Kirche und Schule in der Weimarer Republik
Die vor 100 Jahren in Kraft getretene Weimarer Verfassung bewerkstelligte die Trennung von Kirche und Staat. Jedoch handelte es sich hierbei um eine unvollständige Trennung, viele Privilegien der Kirchen blieben erhalten. Am misslichsten wirkte sich das im Bereich des Schulwesens aus: Den Kirchen gelang es, fast alle Regelungen aus dem Kaiserreich in die Weimarer Republik hinüberzuretten.
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