Selbstbestimmung am Lebensende

Dr_Turowski_privat
Prozess gegen Berliner Arzt Dr. Turowski
Sterbehilfe bei psychisch kranker Studentin als Totschlagdelikt
Mit Dr. Turowski (74) muss sich seit dem 20. Februar ein weiterer ärztlicher Sterbehelfer vor Gericht verantworten. Wie bei einer Verurteilung von Dr. Spittler in NRW geht es nun auch in Berlin um eine Anklage wegen Totschlags. Turowski war jahrelang für eine Sterbehilfeorganisation tätig mit dort strengsten Vorsichtsmaßnahmen, die er aber im Fall der chronisch depressiven Isabell R. außen vor gelassen hat.
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Dr. Johann Spittler bei einem früheren Prozess
Haftstrafe für Dr. Spittler
Scharfes Schwert des Strafrechts bei ärztlicher Suizidhilfe
Das Landgericht Essen hat den Psychiater und Neurologen Dr. Johann Spittler wegen unzulässiger Suizidhilfe bei einem Patienten zu drei Jahren Haft verurteilt. Dessen Freiwillensfähigkeit sei nicht gegeben gewesen. Ein allgemeiner Standard dazu wird aktuell von medizinischen Experten in Frage gestellt. Wird der Zugang zur Suizidhilfe durch Ermittlungsverfahren zunehmend erschwert – auch für Menschen, die keine psychischen Störungen aufweisen?
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Fassade des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig
Letztinstanzliches Urteil
Natrium-Pentobarbital darf zum Suizid nicht verkauft werden
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat verkündet, dass Natrium-Pentobarbital zur Selbsttötung nicht in Apotheken zu kaufen und dann beliebig lange zu Hause zu verwahren sein soll. Zwei schwer erkrankte Männer aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen klagten dagegen, dass ihnen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medi­zin­produkte die Erlaubnis dazu versagt hatte. Wie zu erwarten war, wies das Gericht nunmehr auch in letzter Instanz eine staatliche Erlaubnis zum Erwerb von tödlich wirkenden 15 Gramm dieses Barbiturats als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zurück.
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Der Bundestag hat am 6. Juli 2023 beide Gesetzentwürfe zur Neuregelung der Suizidhilfe abgelehnt.
Analyse der Abstimmung im Bundestag
Gescheiterte Suizidhilfegesetze – was nun?
Im Bundestag ist eine liberale Regelung der ärztlichen Suizidhilfe ebenso gescheitert wie der Gegenentwurf, der diese wieder im Strafgesetzbuch verankern wollte. Was bedeutet die Abstimmung und welche Konsequenzen hat sie?
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Der Deutsche Bundestag soll am 6. Juli 2023 über die Neuregelung der Suizidhilfe abstimmen.
Gesetz zum selbstbestimmten Sterben
Expert*innen verurteilen die Suizidhilfekritik ärztlicher Standesvertreter als inakzeptabel
Vor der anberaumten Abstimmung im Bundestag haben Ärzte- und Psychiatriefunktionäre in letzter Minute lautstark gewarnt, per Gesetz die Suizidhilfe rechtlich zu regeln. Es wurde gar mit einem ärztlichen Boykott gedroht, falls der als liberal geltende Entwurf eine Mehrheit erringt. Sechs namhafte Expert*innen aus den Bereichen (Palliativ-)Medizin, Psychiatrie, Ethik und Recht begründen hier, warum dieser Verhinderungsversuch zurückzuweisen ist.
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