International Humanist Day

Die erste digitale Welthumanist*innenwoche des HVD Berlin-Brandenburg

Videokonferenz bei der digitalen Welthumanist*innenwoche des HVD Berlin-Brandenburg, 2020.
Videokonferenz bei der digitalen Welthumanist*innenwoche des HVD Berlin-Brandenburg, 2020.

Beitragsbild: Konstantin Börner

In diesem Jahr organisierten wir – ein vierköpfiges Team des HVD Berlin-Brandenburg – erstmals eine „Welthumanist*innenwoche“: Anlässlich des International Humanist Day am 21. Juni 2020 veranstalteten wir bereits in den Tagen vor dem eigentlichen Feiertag ein vielfältiges Programm unter dem Motto „Lebe. Liebe(r). Selbstbestimmt.“.

Wegen der Coro­na-Pan­de­mie und dem damit ein­her­ge­hen­den Ver­an­stal­tungs­ver­bot sind wir kur­zer­hand auf eine digi­ta­le Platt­form aus­ge­wi­chen: Bereits am Mon­tag, Mitt­woch und Frei­tag vor dem gro­ßen Fei­er­tag bestimm­ten Gesprä­che mit muti­gen Humanist*innen die Abend­ge­stal­tung. Dr. Ralf Schöpp­ner, prak­ti­scher Phi­lo­soph und Direk­tor der Huma­nis­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin-Bran­den­burg, stell­te in dem Inter­view „Lie­be statt Selbst­be­stim­mung?“ die begriff­li­chen Her­aus­for­de­run­gen von „Selbst­be­stim­mung“ her­aus. Im Bei­trag der HVD-Bun­des­be­auf­trag­ten für Medi­zin­ethik und Pati­en­ten­au­to­no­mie, Gita Neu­mann, stand der Umgang mit Auto­no­mie und Mit­mensch­lich­keit am Lebens­en­de im Zen­trum der Aus­ein­an­der­set­zung. Im Anschluss the­ma­ti­sier­ten Simo­ne Kosche­wa und Rike Lehr­kamp, Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen im Pfle­ge­stütz­punkt Neu­kölln, in „Who Cares?!“ die Bedin­gun­gen von Selbst­be­stim­mung für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge.

Den Höhe­punkt der Woche bil­de­te die Live­stream-Vor­füh­rung des preis­ge­krön­ten Doku­men­tar­films „Immer und Ewig“ (2018 CH) von Fan­ny Bräu­ning. Die Prot­ago­nis­tin des Films ist Bräu­nings an Mul­ti­pler Skle­ro­se (MS) erkrank­te Mut­ter Annet­te Bräu­ning. In dem inti­men und berüh­ren­den Film begibt sich die Regis­seu­rin gemein­sam mit ihren Eltern in einem Klein­bus nach Süd­eu­ro­pa auf eine „Schatz­su­che“. Nach der Film­vor­füh­rung konn­ten die Zuschauer*innen außer­dem ein auf­ge­zeich­ne­tes Gespräch mit Fan­ny Bräu­ning ver­fol­gen, in dem die­se über die Bezie­hung zu ihrer Mut­ter spricht.

Aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven näher­ten wir uns so den the­ma­ti­schen Schwer­punk­ten unse­res Mot­tos „Lebe. Lie­be®. Selbst­be­stimmt.“ an. Wei­te­re Pro­gramm­punk­te sorg­ten für das Gemein­schafts­ge­fühl, das an einem huma­nis­ti­schen Fei­er­tag nicht feh­len darf. Dazu zähl­ten ein Gruß­wort von Erwin Kress, dem Vor­stands­spre­cher des HVD Bun­des­ver­ban­des, ein Bei­trag zu Ritua­len zum Welthumanist*innentag von den Bran­den­bur­ger Regio­nal­ver­bän­den HVD Nord­bran­den­burg und dem Frei­den­ker­bund Havel­land, eine Video­kon­fe­renz mit Enga­gier­ten von JuHu Ber­lin und JuHu Bran­den­burg, vom AK queer*human und dem HVD Nord­bran­den­burg. Außer­dem wur­de den Zuschauer*innen unser neu­es Pro­jekt, das zukünf­ti­ge Haus des HUMANISMUS in Ber­lin-Schö­ne­berg vor­stellt.

Wir freu­en uns schon auf den nächs­ten Welthumanist*innentag!

Zum Anschauen

Auf humanistisch.de/wht-bb ist die Welthumanist*innenwoche doku­men­tiert. Auf dem You­Tube-Kanal des HVD Ber­lin-Bran­den­burg sind außer­dem der Film­trai­ler von „Immer und Ewig“, die auf­ge­zeich­ne­ten Inter­views und das Vor­pro­gramm der Film­vor­füh­rung zu fin­den.

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