Anerkennung weltanschaulicher Vielfalt

Humanistischer Verband Deutschlands trifft Sprecherin für Säkularität und Humanismus der SPD-Fraktion

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Kathrin Michael und Bruno Osuch beim SPD-Bundesparteitag im Juni 2025 in Berlin

Beitragsbild: Bruno Osuch

Fokus auf Dialog, Vielfalt und humanistische Anliegen: Beim Bundesparteitag der SPD vom 27. bis 29. Juni in Berlin kam es zum Austausch zwischen dem Humanistischen Verband Deutschlands und Kathrin Michel, der neuen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Säkularität und Humanismus.

Am Ran­de des SPD-Bun­des­par­tei­ta­ges am letz­ten Juni-Wochen­en­de in Ber­lin kam es zu einem ers­ten Tref­fen zwi­schen dem Huma­nis­ti­schen Ver­band Deutsch­lands und der neu­en Spre­che­rin der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on für Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus, Kath­rin Michel. Michel ist zugleich eine der bei­den Lan­des­vor­sit­zen­den der SPD in Sach­sen. Auf­ge­wach­sen und als Indus­trie­kauf­frau in der DDR aus­ge­bil­det, arbei­te­te sie über 30 Jah­re bei BASF Schwarz­hei­de, bis sie 2021 Mit­glied des Bun­des­ta­ges für den Wahl­kreis Baut­zen I wur­de. Dort ver­ant­wor­tet sie im Haus­halts­aus­schuss als Haupt­be­richt­erstat­te­rin den Ein­zel­plan des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les und damit den größ­ten Etat im Bun­des­haus­halt. Im Gespräch mit Dr. Bru­no Osuch, ver­ant­wort­lich für die poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on des Huma­nis­ti­schen Ver­ban­des Deutsch­lands, beton­te sie ihre welt­lich-huma­nis­ti­sche Grund­über­zeu­gung. Auf die­ser Grund­la­ge konn­te sie auch sofort der Bit­te ihrer Fraktionskolleg*innen nach­kom­men, die erst­mals geschaf­fe­ne Stel­le einer Spre­che­rin für Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus zu über­neh­men. Bis­her gab es in der SPD-Frak­ti­on immer nur Spre­cher für Kir­chen- und Reli­gi­ons­po­li­tik. Der neue Reli­gi­ons­be­auf­trag­te der Frak­ti­on ist der Ex-Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil, Pro­tes­tant und Mit­glied des Prä­si­di­ums des Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­ta­ges.

Im Gespräch mit Osuch beton­te Michel, dass sie sich vor allem als Brü­cken­baue­rin ver­ste­he. „Als Spre­che­rin für Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus will ich den Dia­log zwi­schen reli­giö­sen und nicht­re­li­giö­sen Men­schen för­dern und für die Aner­ken­nung welt­an­schau­li­cher Viel­falt ein­tre­ten.“ Nie­mand sol­le aus­ge­schlos­sen wer­den. Auch dadurch wer­de die Demo­kra­tie gesi­chert. Michel und Osuch spra­chen u.a. über die For­de­rung einer huma­nis­ti­schen Seel­sor­ge in Kran­ken­häu­sern oder der Bun­des­wehr. Zu letz­te­rem lag dem Par­tei­tag auch ein Antrag des Arbeits­krei­ses für Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus für eine welt­lich-huma­nis­ti­sche Seel­sor­ge für reli­gi­ons­freie Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten in der Bun­des­wehr vor. Die Antrags­kom­mis­si­on hat­te emp­foh­len, den Antrag an die Frak­ti­on als Arbeits­ma­te­ri­al wei­ter­zu­lei­ten, was auch so beschlos­sen wur­de. „Mit die­sem wich­ti­gen Papier kön­nen wir die nächs­ten Gesprä­che auch mit den Fach­po­li­ti­kern füh­ren“, so Osuch.

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