Michael Schmidt

Michael Schmidt

Michael Schmidt ist Diplom-Politologe und arbeitete bis zu seinem Ruhestand in der Abteilung Bildung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg. Er war u.a. Projektleiter der Ausstellung »Humanisten im Fokus – Zerstörte Vielfalt«.
Treue_der_union_monumant_2009
Deutsche Freidenker in Texas gegen die Sklaverei
Sie starben für ihre Überzeugung
Warum riskierten deutsche Freidenker*innen in Texas im amerikanischen Bürgerkrieg ihr Leben? Michael Schmidt erzählt die kaum bekannte Geschichte von Menschen, die aus Überzeugung den Kampf für die Sklaverei verweigerten und dafür einen hohen Preis zahlten. Bis heute erinnert ein Denkmal an ihren Mut und ihr Eintreten für Freiheit und Menschlichkeit.
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Stolperstein Julius Moses
Porträt
Julius Moses: Humanistischer Gesundheitspolitiker, Opfer des NS-Rassenwahns
Am 24. September 2022 jährte sich der 80. Todestag von Julius Moses. Er starb im KZ Theresienstadt. Moses war Arzt, sozialdemokratischer Politiker, Mitglied des Reichstages und einer der profiliertesten Gesundheitspolitiker in der Weimarer Republik. Er vertrat humanistische Positionen in der Medizin- und Sozialpolitik. Auch sein Einsatz für ein humanes Strafrecht, für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und eine Wissenschaft, die auf einen gesellschaftlichen Nutzen zielt, belegt seine humanistische Überzeugung.
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Gedenktafel für Hanno Günther in Berlin-Britz
Aktiver Widerstand
Hanno Günther: Ein fast unbekannter jugendlicher NS-Gegner
Am 28. Juli 2021 jährte sich zum 80. Mal die Verhaftung des am 12. Januar 1921 geborenen jugendlichen NS-Gegners Hanno Günther. In jener Zeit, als die große Mehrzahl der Deutschen Hitler frenetisch bejubelt, will er sich nicht mit der NS-Diktatur abfinden. Während die fast gleichaltrige Sophie Scholl mit ihrem bürgerlich-christlichen Hintergrund eine der populärsten Figuren des deutschen Widerstands ist, bleibt der weltliche Linkssozialist Hanno Günther nahezu unbekannt. Dabei ist er genauso mutig und tatkräftig, und er ist von Anfang an ein Gegner des NS-Regimes. Ein Porträt.
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Postkarte einer Jugendweihe der Berliner Freireligiösen Gemeinde (Archivbild)
Geschichtliche Wurzeln
Lebenskundeunterricht: Vom Jugendunterricht zur Lebenskunde
Lebenskundeunterricht ist mittlerweile vor allem in Berlin ein Erfolgsmodell. Seine Wurzeln reichen bis ins Ende des 19. Jahrhunderts.
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Der Humanist und Sozialist Ernst Fraenkel lebt und arbeitet seit 1926 in Berlin als Rechtsanwalt in Berlin.
Freidenker*innen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Der „Rote Stoßtrupp”
Der Deutsche Freidenkerverband der Weimarer Republik – eine der Vorgängerorganisationen des Humanistischen Verbandes – war Teil der Arbeiterbewegung. Diese trug die Hauptlast des Widerstands gegen die NS-Diktatur, entsprechend waren auch viele Freidenker*innen darin engagiert. Eine Widerstandsorganisation, in der Freidenker*innen eine wichtige Rolle spielten, nannte sich der „Rote Stoßtrupp“. Das Erstaunliche an dieser Gruppierung ist, dass sie sich von einem ersten Schlag durch die Gestapo im Dezember 1933 erholte und in der Folge bis zum Ende der NS-Herrschaft aktiv war und dabei unentdeckt blieb.
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Gruppe von als »Juden der Rasse nach« gekennzeichneten Menschen in Minsk 1941, während der deutschen Besatzung Weißrusslands.
Eine deutsches Doppelleben
Die Biografie von Artur Wilke
Ein studierter Theologe, der sich der SS anschließt, zum Massenmörder wird, anschließend unter dem Namen seines gefallenen Bruders weiterlebt, keinerlei persönliche Schuld eingesteht und das theologisch begründet. Die Biographie von Artur Wilke, die der Journalist Jürgen Gückel in seinem Buch „Klassenfoto mit Massenmörder“ erforscht hat, wirft Licht auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.
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Michael Unterguggenberger (2.v.l.) und Treuhänder, 1933.
Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl
Michael Unterguggenberger: Der Freidenker, der ein Wunder bewirkte
Als Bürgermeister der kleinen Tiroler Gemeinde Wörgl bewirkt der Sozialist und Freidenker Michael Unterguggenberger während der Weltwirtschaftskrise ein durch und durch weltliches Wunder. Er überzeugt seinen Gemeinderat, ein finanztechnisches Experiment zu starten, mit dem es gelingt, die Auswirkungen der Krise auf Wörgl einzudämmen.
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Eine Klasse der weltlichen Rütlischule in Berlin-Neukölln, 1926.
Kirchlicher Einfluss auf das Schulwesen
Die gescheiterte Trennung von Kirche und Schule in der Weimarer Republik
Die vor 100 Jahren in Kraft getretene Weimarer Verfassung bewerkstelligte die Trennung von Kirche und Staat. Jedoch handelte es sich hierbei um eine unvollständige Trennung, viele Privilegien der Kirchen blieben erhalten. Am misslichsten wirkte sich das im Bereich des Schulwesens aus: Den Kirchen gelang es, fast alle Regelungen aus dem Kaiserreich in die Weimarer Republik hinüberzuretten.
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