Ausgabe 132

Jon Corbett
Der kanadische Künstler und Programmierer Jon Corbett
Von binärem Muschelcode zu indigener Computersprache
Der kanadische Künstler und Programmierer Jon Corbett schafft Arbeiten, in denen er das indigene Erbe seiner Kultur sichtbar macht. Gleichzeitig setzt er sich dafür ein, dass die Sprache seines Volks auch in den Programmiersprachen eine Repräsentanz und Sichtbarkeit erhält.
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Buchcover und Auszug "Andere Umstände" von Julia Zejn
Rezension
Graphic Novel über Schwangerschaftsabbruch: Ein ganz normales Ereignis
Keine Frau entscheidet sich leichtfertig für einen Schwangerschaftsabbruch. Doch wie sieht das Leben einer jungen Frau aus, die ungeplant schwanger wird? Die Comicautorin und Illustratorin Julia Zejn zeigt dies in ihrer sehr empfehlenswerten Graphic Novel „Andere Umstände“.
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Ausstellung des Schweizer Künstlers Anselm Stadler in der nGbK, 2001
Ein basisdemokratischer Kunstverein
Die neue Gesellschaft für bildende Kunst ist permanent in Bewegung
Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) ist eine Berliner Institution. Basisdemokratische Entscheidungsstrukturen ermöglichen seit 1969 ein diverses Programm zu gesellschaftlichen Themen und Debatten. Nun muss die nGbK ihre angestammten Räume in der Kreuzberger Oranienstraße verlassen. Wie wirkt sich das auf die Strukturen und auf das Ausstellungsprogramm aus? Und warum ist der Kunstverein so wichtig für die Stadt und ihre Bewohner*innen? Ein Ortsbesuch.
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Das Gemälde „Sommerabend“ von Heinrich Vogeler wurde auch bei der 2022er Jubiläumsausstellung in Worpswede gezeigt.
Bremer Universalkünstler
Der Neue Mensch. Auf den Spuren von Heinrich Vogeler
2022 wäre Heinrich Vogeler 150 Jahre alt geworden. Das Künstlerdorf Worpswede bei Bremen, in welchem der Maler einige Zeit lebte und wirkte, stand daher in diesem Jahr ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Vier Worpsweder Museen würdigten den Universalkünstler mit einer großen Jubiläumsausstellung. Sie zeichnete den Weg des Malers von einem erfolgsverwöhnten Jugendstilkünstler zu einem visionären Verfechter gesellschaftlichen Wandels nach. Wer war dieser Mensch, der die Kunst und das Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte?
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Dokumentarisches Theater von Michael Ruf
Regisseur Michael Ruf im Interview
Dokumentarisches Theater zum Klimawandel: „Die Dringlichkeit des Themas deutlich machen“
Vier Menschen stehen auf der Bühne und erzählen die Geschichten realer Menschen. Dazu erklingt vielleicht eine musikalische Begleitung, vielleicht Gesang. Aber es gibt kein Bühnenbild, keine Kostüme, keine Effekte. Das ist das dokumentarische Theater des Autors und Regisseurs Michael Ruf. In seinen Stücken greift er diejenigen Perspektiven auf, die im Diskurs zu kurz kommen, zeigt Missstände auf und will so die Zuschauer*innen zum Denken und Handeln bewegen. Wir haben mit Michael Ruf über seine Arbeit und seine aktuelle Produktion zur Klimakrise gesprochen.
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Bücherregal
Literaturwissenschaftler Carsten Gansel im Interview
Literatur in der Gesellschaft: Keine simple Widerspiegelung
Warum sind Kunstfreiheit und Autonomie der Kunst so wichtig? Gibt es eine Moral des Erzählens? Und welche Literatur zeichnet der Uwe-Johnson-Preis aus? Wir haben mit dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Carsten Gansel über die gesellschaftliche Rolle von Literatur gesprochen – und darüber, was uns Literatur zu den gegenwärtigen Krisen sagen kann.
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Schriftstellerin Jenny Erpenbeck
Buchauszug
Uwe-Johnson-Preis 2022: „Kairos” von Jenny Erpenbeck
Für ihren Roman „Kairos“ erhielt die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck 2022 den Uwe-Johnson-Preis, der vom HVD Berlin-Brandenburg mitvergeben wird. Gedächtnis und Erinnerung sind die zentralen Achsen ihres vielgestaltigen Werkes, heißt es in der Begründung der Jury. Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung des Penguin Verlages einen Auszug aus dem ersten Kapitel des Romans: Nach dem Tod ihrer großen Liebe Hans erinnert sich die Protagonistin Katharina an das erste Zusammentreffen im Ostberlin der Achtzigerjahre.
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human rights united nations
Künstler*innen an vorderster Front
Kunstfreiheit in Gefahr
Kunst- und Kulturschaffende weltweit sind zunehmend von Zensur, dem Verbot ihrer Werke und sogar von gewalttätigen Angriffen betroffen. Im vergangenen Jahr hat Humanists International mehr als 200 Ersuchen um Hilfe erhalten, auch von Schriftsteller*innen, Journalist*innen, Musiker*innen und bildende Künstler*innen, die ein Leben nach ihren Werten führen wollen. Emma Wadsworth-Jones ist Koordinatorin von „Humanists At Risk“ bei Humanists International und bearbeitet die Fälle. Ein Gastbeitrag.
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Emma Wadsworth-Jones, Koordinatorin des weltweiten Schutzprogramms Humanists at Risk
Artists on the frontline
Artistic freedom under threat
Artists around the world are increasingly affected by censorship, the banning of their works, and even violent attacks. In the past year, Humanists International has received more than 200 requests for help, including from writers, journalists, musicians and visual artists who want to live their lives according to their values. Emma Wadsworth-Jones is Humanists At Risk coordinator at Humanists International and handles the cases. A guest post.
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zerknülltes Papier
Philosoph Andreas Edmüller im Interview
Cancel Culture canceln: Zur Notwendigkeit von Nonkonformismus
Die Freiheit der Kunst ist eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft. Doch Kunstschaffende und ihre Werke werden in der heutigen Aufregungsökonomie schnell als „gecancelt“ erklärt – wobei kein Mensch so richtig weiß, was das eigentlich bedeutet. Der Autor und Philosoph Andreas Edmüller sagt, „Cancel Culture“ sei nichts Neues und gehöre zum Menschsein dazu – und doch sollten wir achtgeben und dafür einstehen, dass sich aus Sorge vor Sanktionierungen keine Atmosphäre von Meinungskonformismus und Selbstzensur entwickelt.
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